Feminist Health Care Research Group Berlin
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     Acts/Works

     
We received the art award by Arthur-Boskamp Stiftung at M.1 Hohenlockstedt 2017/2018. Under the title Sick Time, Crip Time, Caring Time we will jointly question how we deal with deviation from norms.

    Crip time, sick time, caring time
In Hohenlockstedt planen wir eine gemeinsame Recherche zur Frage wie wir selbst mit Normabweichung umgehen. Welchen Umgang mit Erfahrungen und Konzepten von Abweichung können wir als Künstler*innen entwickeln? Gemeinsam lesen wir Alison Kafers Buch Feminist, Queer, Crip. In diesem Text überkreuzt Kafer Aspekte aus feministischer, queer und crip theory und eröffnet einen Blick auf mögliche Zukünfte und Zusammenarbeiten dieser oft separat gedachten Gruppen und Gemeinschaften. Wir arbeiten ausgehend von Kafers Text und dem Schreiben von Johanna Hedva (Sick Woman Theory und In Defense of De-persons) mit Selbstbefragungen, Briefen und übungen. Wir spüren dabei Aspekten und Erfahrungen von Erschöpfung, Resignation, Widerstand, Abweichung von (zeitlichen) Normen und Strukturen, Solidarität und Gemeinschaft nach. Unsere Erfahrungen mit Krankheit, als Mütter und als Care-Giver wollen wir miteinbeziehen. Gemeinsam recherchieren wir zu disability studies und zeitgenössischen Diskursen, die Kämpfe um gleichberechtigte Teilnahme in der Gesellschaft fortführen und wollen mehr über ihre historische Patin, die Krüppelbewegung, erfahren, die in den 1980er Jahren in Deutschland entstand.

Rechercheaufenthalt November 2017, Treffen mit Alyson Patsavas, Taraneh Fazeli. Mit Dank an die Arthur Boskamp-Stiftung.